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Meine Geschichte

Nach dem Unfall ...

Nach einer Woche verlegte man mich dann in die BG Unfallklinik Ludwigshafen. Der Stationsarzt teilte mir dort mit, dass ich mich darauf einstellen müsste, ein Jahr in der Klinik zu bleiben, vom Hals abwärts gelähmt seien würde und nie wieder laufen werde.

Diese Prognose war zu viel für mich, es war schrecklich so vor Tatsachen gestellt zu werden und ich wollte nur noch aufgeben.

In dieser schweren Zeit half mir meine Mutter sehr und brachte mich wieder zur Vernunft. Nach dem ich meinen Kampfgeist wieder gewonnen hatte, nahm ich mir vor in drei Monaten wieder laufen zu können und hörte nicht darauf was andere sagten. Ich wusste ich konnte das schaffen. Die Schwestern und Therapeuten unterstützten mich sehr und halfen mir beim Trainieren. Welches dazu führte, dass ich bereits nach ein paar Wochen stehen konnte. Dieses Gefühl nach so vielen Wochen endlich wieder stehen zu können und ein paar wenige Schritte zu machen war gigantisch.

Nachdem ich dieses Ziel erreicht hatte, wollte ich nicht nur nach drei Monaten wieder laufen, sonder auch nach Hause entlassen werden. Also trainierte ich tapfer weiter und schaffte es, gegen alle Erwartungen, schon nach elf Wochen entlassen zu werden.

Nach einiger Zeit zu Hause ...

... empfahlen mir alle wieder Sport zu machen, doch davon wollte ich nichts wissen. Vor meinem Unfall habe ich mit Leib und Seele Fußball gespielt und das ging von jetzt an eben nicht mehr.

Eines Abend wollte meine Mutter, dass ich auf die Seite des Behindertensports gehe, doch ich hörte ihr nicht zu. Erst als sie sagte, dass 2008 die Paralympischen Spiele in Peking stattfinden und ich es schaffen könnte dort mitzumachen, weckte sie meine Aufmerksamkeit.

Am nächsten Tag entschied ich einen Kontakt zu suchen, um wieder mit dem Sport zu beginnen. Nachdem ich nach langem Suchen nichts gefunden hatte, was mich ansprach, riet mir eine Bekannte Wojtec Czyz, welcher bereits ein erfolgreicher Behindertensportler war, anzuschreiben. Wojtec stellte daraufhin den Kontakt zu Herrn Lothar Hesse her, dem Leiter der Behindertensportabteilung vom TV Wattenscheid 01. Kurz Zeit danach bin ich dann mit einem Freund nach Wattenscheid gefahren, um mich mit Herrn Hesse zu treffen. Von dort an ging es endlich wieder aufwärts mit dem Sport und ich konnte wieder das machen was im Leben wichtig für mich ist.

Ich möchte mich an dieser Stelle bei allen bedanken, die mich auf diesem schweren Weg unterstützt und mir geholfen haben.